Nun sind wir in der Wüste

Während Bea das Phänomen der Küstenwüste kennt (eine kalte Meeresströmung – hier der Humboldtstrom –  verhindert, dass sich die Luft mit Feuchtigkeit anreichert), ist Edwin total erstaunt. Sanddünen, kärgliche Vegetation, Sandteufel, die sich wild über den Wüstenboden drehen, heisser Wind. Schon die Berge um Lima sind karg und braun, doch auf der Fahrt nach Süden nimmt der Wüstencharakter noch zu. Was gemein ist: einige innovative (vielleicht auch ruchlose) Menschen nutzen die Küstenwüste, um Hühner zu züchten, mitten in Hitze und Wind. Hässliche weisse, mit Plastikplanen gedeckte Ställe sind über die Ebene verteilt. 

Rasante Wüstenfahrt

Als wir in Ica aus dem klimatisierten Bus steigen, trifft uns fast der Hitzschlag. Die Taxis sind sandgestrahlt, verbeult und uralt. Eines davon fährt uns zur sehr touristischen Oase Huacachina. Ein grünlicher See, umgeben von 100 m hohen Dünen, umringt von Dattelpalmen und einer Promenade mit Cafes und Restaurants. Der Kontrast von gelbem Sand und saftigem Grün ist eindrücklich. Unser nettes Hostal hat einen Swimmingpool und macht unglaublich leckere Pisco sour!

Obligatorische Aktivität ist hier eine abenteuerliche Sandbuggy-Fahrt mit Sandboarding. Dabei gleitet man auf einem gewachsten Snowboard die Dünen hinab, was total lustig ist. Natürlich machen wir mit – seht selbst. Abgesehen vom Adrenalinkick ist die ausgedehnte Sandwüste wirklich eindrücklich und der Sonnenuntergang ein Traum. Der schneeweisse, feine Sand fühlt sich unglaublich weich und sanft unter den nackten Füssen an.

Am frühen Morgen klettern wir noch einmal für den Sonnenaufgang auf die Düne hinauf, begleitet von zwei spielenden Hunden. Etwas neidisch sind wir auf das Pärchen, das hier oben im Zelt übernachtet hat, wie romantisch!

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